Schwerin, 23. Mai 2018

In der öffentlichen Anhörungsreihe „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ des Sozialausschusses ging es heute um das „Übergangsmanagement Schule, Bildung und Beruf“. Hierzu äußerte die Sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Maika Friemann-Jennert:

„Die Anhörung hat Beispiele für sehr bemerkenswerte Karrieren junger Menschen in Mecklenburg-Vorpommern offenbart. Ausgangspunkt der Karrieren ist immer häufiger eine berufliche Ausbildung mit späteren Aufbau- und Zusatzqualifikationen. Die akademische Ausbildung ist also längst nicht mehr der Königsweg für Erfolg im Beruf. Ich bezweifele allerdings, dass sich diese Erkenntnis im politischen Raum bereits vollumfänglich durchgesetzt hat.

Eine Stellschraube, um die berufliche Ausbildung noch attraktiver zu machen, sehe ich beim Fahrtkostenzuschussprogramm für Berufsschüler. Hier müssen wir politisch nacharbeiten, damit die Erreichbarkeit der in den letzten Jahren immer stärker zentralisierten Berufsschulen verbessert wird. Aktuell ist der Mittelabruf aus dem Zuschussprogramm derart überschaubar, dass dieses Instrument von den Anzuhörenden heute eher als „Placebo“ wahrgenommen wurde. Meine Fraktion wird daher in der nächsten Landtagssitzung fordern, die entsprechende Richtlinie endlich so anzupassen, dass die Zuschüsse auch bei den Auszubildenden ankommen.

Im Sinne der Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Ausbildung sollte perspektivisch für einen möglichst vollständigen Abbau finanzieller Hürden bei der Berufsausbildung geworben werden. So sollten die Gebühren für Aufbau- und Zusatzqualifikationen, etwa die Meisterqualifikation, durch öffentliche Finanzierung möglichst vollständig erstattet werden können. Wir müssen bei der Meisterausbildung zügig ein Äquivalent zur kostenlosen Hochschulbildung schaffen. Im Sinne der häufig genannten und gewünschten Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Ausbildung wäre dies konsequent und wirksam.“

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